Donnerstag, 16. November 2017

Rezension: The Necromancer's Dance

Titel: The Necromancer's Dance [The Beacon Hill Sorcerer 1/?]
Autorin: SJ Himes
Genre: Urban Fantasy, LGBTQ+, M/M Romance
Verlag: Selfpublished
Sprache: Englisch
Seitenzahl: ~ 225

Inhalt
Angelus Salvatore ist der einzige Nekromant in ganz Boston und sein Name sorgt für Unruhe unter Untoten und Magiern gleichermaßen. Alte und neue Feinde rühren sich, denn Angelus - Angel - und sein Bruder sind Überlebende eines grausamen Krieges, den Angel einst mit einem einzigen Zauberspruch beendete. Nun versucht Angel seinen Job als Lehrer mit seiner Rolle als älterer Bruder und der angespannten Beziehung zum Vampirältesten Simeon auf die Reihe zu bekommen. Als der Freund seines Bruders einem Angriff zum Opfer fällt, wird Angel erneut in die alten Konflikte hineingezogen, die damals die Blutkriege auslösten...

Meinung
Durch Zufall landete The Necromancer's Dance auf meinem E-Reader und überzeugt von den positiven Rezensionen, habe ich gleich angefangen zu lesen. Ich persönlich mag Geschichten über Nekromanten in der Fantasy besonders gerne und freue mich immer, wenn ich ein Buch dazu finde, das mich reizt.

Wir begegnen Angel, als er des nachts aus dem Bett geholt und zum Vampirturm des hiesigen Vampirclans gebracht wird, weil Doyle, der Freund seines Bruders Isaac, in der Klemme steckt. Dort trifft er Simeon - auch Der Kelte genannt - einen irischen Vampirältesten wieder. Angel wird damit beauftragt herauszufinden, wer Doyle benutzt hat, um Schwierigkeiten mit den Vampiren zu provozieren.

Bei seinen Ermittlungen kommt Angel nicht nur dem anziehenden Vampir Simeon immer näher, sondern deckt auch einen hinterhältigen Plan auf, der die Blutkriege wieder aufleben lassen soll. Zugleich muss er sich Neidern und Mitgliedern verfeindeter Magierfamilien widersetzen, die den Namen Salvatore und Angel selbst in den Dreck ziehen möchten, um die Öffentlichkeit gegen ihn aufzubringen, weil sie seine Macht fürchten. Dabei schrecken sie auch nicht vor Mordanschlägen zurück.

Schon innerhalb der ersten paar Seiten war ich von der Geschichte überzeugt. SJ Himes hat einen angenehmen Schreibstil und das Buch lässt sich flüssig in einem Rutsch lesen. Besonders stechen für mich die Figuren heraus.

Angel verfügt über eine Gabe, die Viele fürchten und die einen schlechten Ruf hat. Doch trotz seiner dunklen Kräfte, die ihm Macht über die Toten und den Tod verleiht, ist Angel ein guter Mensch. Er kümmert sich um seinen jüngeren Bruder, obwohl dieser ihn mit seinem Verhalten oft in den Wahnsinn treibt und versteckt hinter seiner taffen, rauen Schale eine fürsorgliche Persönlichkeit, denn wenn möglich möchte er anderen mit seiner Gabe stets helfen.

Allerdings hält ihn das nicht davon ab, wenn nötig all seine Kraft gegen das Böse einzusetzen. Auf den Mund gefallen ist Angel auch nicht, was immer wieder für Lacher bei mir sorgte. Mit seiner Persönlichkeit und seinem moralischen Empfinden überzeugt er auch Simeon von sich, der beginnt um ihn zu werben und ihm bei seinen Ermittlungen hilft. Mit Simeon hat die Autorin nicht nur einen romantischen Partner für Angel kreiert, sondern eine faszinierende Figur über die man unbedingt mehr wissen möchte.

Fazit
Alle Charaktere, auch Nebenfiguren, erhalten genug Raum und sind keine blassen Platzhalter. Sie sind liebenswert [oder auch nicht] und sorgen dafür, dass eine runde Urban-Fantasy-Geschichte entsteht, die mir sehr gut gefallen hat. Kaum hatte ich Band 1 zu Ende gelesen, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Band 2 weitergeht. Die Handlung und der flüssige Stil entwickelten bei mir schnelle eine gewisse Sogwirkung. Von mir gibt es daher eine klare Empfehlung. SJ Himes schreibt spannende Urban Fantasy mit klasse Figuren und ich gebe volle 5 Sterne für diesen Auftaktband der Reihe!

★★★★★

Mittwoch, 15. November 2017

Rezension: Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis

Titel: Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis
Originaltitel: Stealing Snow
Autorin: Danielle Paige
Genre: Fantasy, Jugendbuch, Young Adult
Verlag: Thienemann Esslinger Verlag
Seitenzahl: ~ 400

Inhalt
Bei Snows Geburt verkündeten drei Hexen in einer Prophezeihung die große Macht, die ihr eines Tages zu eigen sein würde. Algid, Snows wahres zu Hause, ist bedeckt von Eis und Schnee und nur sie hat die Macht den König zu stürzen, um das Land zu retten. Snow wuchs jedoch in der Menschenwelt auf und tut sich schwer ihr magisches Erbe anzunehmen. Sie möchte nur ihren besten Freund und große Liebe Bale retten, ohne den sie nicht hätte fliehen können...

Meinung
Überzeugt durch das wunderschöne Buchcover und die ansprechende Inhaltsangabe, wollte ich Snow - Die Prophezeihung von Feuer und Eis unbedingt lesen. Romantische Fantasy, basierend auf Märchen ist genau mein Ding. Nachfolgend lest ihr, wie es mir letztlich gefallen hat.

Der Einstieg war überraschend, denn wir begegnen Snow zunächst in einer psychiatrischen Einrichtung. Dort ist sie aufgrund eines Vorfalls in ihrer Kindheit schon einige Zeit in Behandlung und kämpft mit einem Aggressionsproblem. Besonders seit sie ihren besten Freund Bale, der auch in der Einrichtung lebt, nicht mehr sehen darf. Er ist ihre große Liebe und sie möchte wieder Zeit mit ihm verbringen. Aber der Kontakt bleibt ihr zu ihrer Sicherheit versagt. Sonst hat sie dort keine Freunde und das Verhältnis zu ihrer Mutter, die sie regelmäßig besuchen kommt, ist eher angespannt.

Als es zum Zwischenfall mit einer anderen Patientin kommt, geschehen um Snow herum plötzlich seltsame Dinge. Der mysteriöse Kai taucht auf und eines Nachts verschwindet Bale einfach so. Snow möchte nur eins: Ihn retten. Kai verspricht, ihr dabei zu helfen, wenn sie ihn begleitet und auf einmal befindet sich Snow in einer eigenartigen Welt voller Magie, in der ein ewiger Winter herrscht und man ihr besondere Kräfte offenbart.

Den Schreibstil von Danielle Paige empfand ich als sehr flüssig, daher konnte ich das Buch zügig lesen. Der Anfang in der Psychiatrie wurde mir trotzdem ab einem gewissen Punkt fast etwas zu langatmig, doch dann ging es zum Glück in die Märchenwelt und die Handlung wurde zunehmend phantastischer.

Snow lernt mit Jagger, seiner Schwester und der Flusshexe kurz nach ihrer Ankunft bereits weitere Bewohner Algids kennen, doch im Hinterkopf wird sie nur von dem Gedanken beherrscht Bale zu finden. Ihre Kräfte trainiert sie daher nur widerwillig und die Prophezeihung, die sich um sie rankt, interessiert sie herzlich wenig. Sie möchte einfach nur Bale finden und wieder verschwinden. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Fazit
Als Figur fand ich Snow, ihrem Namen entsprechend, leider eher kalt und unzugänglich. So richtig wurde ich leider nie mit ihr warm. Sie handelt oftmals sehr egoistisch und auch unüberlegt. Zugleich konnte ich nicht nachvollziehen, warum die Autorin es für nötig hielt Snow abgesehen von Bale mit Kai und Jagger insgesamt drei [!] potentielle, romantische Partner zur Seite zu stellen. Snow will zwar unbedingt Bale retten, weil sie ihn so sehr liebt, aber das hält sie nicht davon ab auch irgendwie mit den anderen beiden anzubandeln. Zwar wäre das bei einem jungen Teenager sogar nachvollziehbar, aber im Zusammenhang mit der Inhaltsangabe und Ihren Beweggründen lässt dass Snow als Figur unglaubwürdig wirken.

Auch für die anderen Figuren konnte ich mich nur mäßig erwärmen. Trotz des flüssigen Schreibstils erhielt ich keinen rechten Zugang zur Handlung und den Figuren. Manchmal war es mir auch etwas zu chaotisch, sodass ich nicht ganz nachvollziehen konnte, was gerade passierte oder warum.

Insgesamt kann ich leider aus meiner Sicht keine Empfehlung für das Buch aussprechen. Meiner Meinung nach hielten Klappentext und Cover nicht was sie versprochen haben. Ich vergebe 2,5 Sterne. Besser umgesetzt hätte die Autorin sicher mehr aus der Idee machen können.

★★☆☆☆

Montag, 13. November 2017

Montagsfrage: Siehst du dir Bestsellerlisten an?

Huhu ihr Lieben! Es ist schon wieder Montag, einen guten Start in die neue Woche!

Diesmal eine Frage, die sich Kira von Kiras kleine Leseecke ausgedacht hat - viel Spaß! :D

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Oh, das kann ich kurz und knackig mit Nein beantworten! Bücher finden mich, aktiv suche ich fast nie nach neuer Lektüre. Von Bestsellerlisten halte ich mich instinktiv eher fern. Mir sind Dinge bzw. Bücher oft suspekt, die als Bestseller gehyped einer großen Masse an Lesern gefallen. Es soll ja tatsächlich Leute geben, die ihre Bücher danach aussuchen, was gerade "angesagt" ist, damit sie mitreden können... Das finde ich gruselig. Ich lese nur das, was irgendwie mein Interesse weckt - klar ist da auch mal ein Bestseller dazwischen - aber Bestsellerlisten schaue ich mir nie an.

Und ihr so?